Die Feuerbachs - Rezensionen

 

Ein gemeinsames Projekt des Bayerischen Rundfunks - Studio Franken mit dem Schrenk-Verlag:

Das Buch: Hermann Glaser u.a. "Die Feuerbachs - Eine deutsche Familie im 19. Jahrhundert", kartoniert, 144 Seiten mit zahlreichen farbigen Fotos, Graphiken, Plänen und Illustrationen; mit Audio-CD (70 Minuten); EUR 17,50c - nur erhältlich im Buchhandel ISBN 3-924270-46-5.

Kapitel I. DIE FEUERBACHS. EINE DEUTSCHE FAMILIE IM 19. JAHRHUNDERT
Hermann Glaser: Die Feuerbachs und das 19. Jahrhundert. Alte und neue Bürgerlichkeit. Bernd Noack im Gespräch mit Hans-Werner Hahn. Hermann Glaser: Von der Herkunft der Feu-erbachs. Ursula Naumann: „Trauet, Schwestern, Män-nerschwüren nie!“ Über ledige Mütter und illegitime Kinder (nicht nur) im 18. Jahrhundert. Max Ackermann: Familien und die Feuerbachs als deutsche Familie des 19. Jahr-hunderts. Stammbaum. Hermann Glaser: Von der Bildung der Bürger. Die Familie Feuerbach. Bildungsbürger im 19. Jahrhundert und die Feuerbachs in Franken. Ein Interview von Barbara Bogen mit dem Historiker Alfred Kröner. Hermann Glaser: Sind alle hellen Köpfe krank? Ludger Lütkehaus: Genie und Wahnsinn. Eine Pathographie der Familie Feuerbach? Hermann Glaser: Von der Verwirrung. Neurasthenie oder das verwirrte Jahrhundert. Bernd Noack im Gespräch mit Joachim Rad-kau, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Bielefeld. Hermann Glaser: Ein Ende in Anselm – denn in Venedig versinkt der Mond

Kapitel II. DIE FEUERBACHS – TALENTE UND IHRE WEGEHermann Glaser: Stammvater P. J. A. Ritter von Feuerbach und seine Söhne. "Der Gebrauch der Vernunft“. Die Lebens- und Arbeitswelten des Gelehrten, Juristen, Protestanten und Schriftstellers Paul Johann Anselm Feuerbach. Bernd Noack im Gespräch mit Herbert Rosendorfer. Hermann Glaser: L. A. Feuerbach. Friedhelm Sikora: „Frei von allem Schul-staub …“ Erlangen – Bruckberg – Rechenberg. Vom Lebenslauf eines Privatgelehrten im 19. Jahrhundert.
Reinhard Knodt: Die einzige wirkliche Welt des Menschen - Gedanken zur Philosophie Ludwig Feuerbachs. Friedhelm Kröll: „Der bestrickende Vogel, der auf einem grünen Aste sitzt.” Gottfried Keller, der Realismus und Ludwig Feuerbach. Feuerbach und Karl Marx.

Kapitel III. DIE FEUERBACHS UND IHRE FRAUENDie Feuerbachs und ihre Frauen. Ein Szenisches Feature von Hermann Glaser.

Kapitel IV. DIE FEUERBACHS UND IHR ENDE IN DER KUNST Hermann Glaser: Zum Gegensatz von Bürgerlichkeit und Boheme. Ursula Naumann: Der Maler Anselm Feuerbach. Eine biographische Skizze. Reinhard Knodt: Anselm Feuerbach - Seine Kunst. Eine Betrachtung. Max Ackermann: Anselm Feuerbach - Sein Buch „Ein Vermächtniß“. Anselm Feuerbachs Nachruhm bis in die Gegenwart. Max Ackermann im Gespräch mit Ursula Peters, Leiterin der Abteilung 19. und 20. Jahrhundert im Germanischen Natio-nalmuseum Nürnberg. Hermann Glaser: „Denn die Gerechtigkeit wohnt in der Geschichte, nicht im einzelnen Menschenleben“. Schlussbemerkung

Rezension in "Aufklärung und Kritik" (Heft 1/2007, S. 266):

"Der 200. Geburtstag Ludwig Feuerbachs im Jahr 2004 brachte erfreuliche publizistische Aktivitäten in Gang. Verwiesen sei nur kurz auf zwei Veröffentlichungen von Dr. Alfred Kröner, die als Sonderhefte von ,,Aufklärung und Kritik" bereits 2002 und zu Jahresbeginn 2007 erschienen. In beiden Veröffentlichungen wird der große Religionsphilosoph, eingebettet in seine Familiengeschichte, behandelt. Letzteres geschieht auch in der vorliegenden Broschurausgabe mit zahlreichen farbigen Fotos, Graphiken, Plänen und Illustrationen sowie einer Audio-CD von 70 Minuten Länge, die dem Bändchen beigefügt ist. Das Studio Franken des Bayerischen Rundfunks war wesentlich an dem Entstehen dieser Publikation beteiligt. Ein Bilderbuch das Ganze? Ja, und warum nicht! Viele Leser mögen's bunt, gerade, wenn es um wissenschaftliche Abhandlungen geht. Denn letzterem Anspruch wird die Publikation auch gerecht, selbst wenn das Inhaltsverzeichnis einen schnellen Überblick nicht gerade leicht macht. Zu sehr ablenken lassen sollte man sich zunächst nicht von allerlei zusätzlichen Informationen in Kasten und Kästchen, die über den laufenden Text verstreut sind. So ist's man von Artikeln gerade in Nachrichtenmagazinen, nicht zuletzt auch im Internet schon gewöhnt. Bleibt man - zunächst, wie schon betont - beim roten Faden, dann wird hier nicht nur die Biografie einer mit geistigen und künstlerischen Gaben gesegneten Familie, sondern ein geistes- und kulturgeschichtliches Porträt des 19. Jahrhunderts mit seinen durch Aufklärung und Revolutionen geprägten Umwälzungen geliefert, übrigens nicht zuletzt auch ein Sittengemälde dieser Zeit.
Ein Schwerpunkt liegt bei dem Patriarchen der Familie, Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach, dem großen Juristen und Reformer des Bayerischen Strafgesetzbuches unter dem Einfluss der Französischen Revolution, vor allem aber des Code Napoleon. In seiner Sammlung Aufsehen erregender Kriminalfalle findet sich auch die Untersuchung zum geheimnisumwitterten Leben und Sterben des Kaspar Hauser. Berühmtester, aber wohl nicht populärster Sohn des vom bayerischen Herrscher Geadelten ist der Wegweiser einer modernen naturalistischen Philosophie und eigentlich bis zum heutigen Tag angefeindete Religionsphilosoph Ludwig Andreas Feuerbach. Im Revolutionsjahr 1848 lauschten nicht nur Studenten und Bildungsbürger, sondern auch einfache Handwerker und Arbeiter seinen Vorlesungen zum "Wesen der Religion" im Heidelberger Rathaussaal. Die Universität wollte ihm mit einem Vortragsraum nicht dienen. Bezeichnend dafür, dass Ludwig Feuerbach sich aus dem Schatten des Malers Anselm Feuerbach nicht ganz gelöst hat, ist übrigens eine 2006 erschienene Rezension des hier vorliegenden Bändchens. Dort wird der Philosoph als Neffe des Malers bezeichnet, während es doch gerade umgekehrt richtig ist. Gleichviel, der Maler Anselm Feuerbach wird unter Einbeziehung einer Reihe von Illustrationen seiner Werke und der tragischen Aspekte seines Lebens eingehend gewürdigt. Aber auch die anderen, weniger bekannten Mitglieder der Familie des Ritters von Feuerbach, werden in Kurzporträts vorgestellt. Besonders hervorzuheben ist in diesem nicht zu unterschätzenden Bändchen der Aspekt "die Feuerbachs und die Frauen". Wahrlich, sie hatten es nicht leicht, diese Damen mit ihren großen Männern, ihren Vätern, Söhnen und Liebhabern. Gerade diese Themen werden in der schon erwähnten Audio-CD in gelungenen und facettenreichen Hörbildern eindringlich dargestellt, übrigens unter Beteiligung von Mitgliedern des Nürnberger Staatstheaters. " Joachim Goetz


Rezension unseres Feuerbach-Buches:

Süddeutsche Zeitung 18.7.2006

Pegnitz-Zeitung 11.4.2007

Pegnitzzeitung 27.4.2007

Nürnberger Nachrichten 31.8.2006

Aufklärung und Kritik 1/2007, S. 266 f.

 

 

 

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